Jagttechniken
Die vier Phasen des Jagens
1. Horchen und Erspähen: Katzen haben äußerst gute und bewegliche Ohren und nehmen damit selbst leise Geräusche wahr. Haben sie das Geräusch geortet, starren die Räuber in diese Richtung bis sie die Beute erspähen.
2. Lauern und Anpirschen: Die Katze verlässt ihre Deckung und rückt schnell, dicht am Boden gepresst, weiter an die Beute heran. Der Körper bereitet sich nun auf den Fang vor, dabei beginnt die Katze mit den Hinterpfoten zu treten und die Schwanzspitze zuckt hin und her. Manche Katzen schnattern auch zu diesem Zeitpunkt. Das Schnattern ist eine Art Vorbereitung auf den Tötungsbiss und deutet auf große Anspannung hin.
3. Fangen und Töten: Sobald die Katze ihrer Beute nahe genug ist, hebt sie den Vorderkörper an und stemmt die Hinterpfoten auf den Boden. Mit den Vorderpfoten hält sie ihre Beute fest und verpasst ihr den tödlichen Nackenbiss.
4. Spazierengehen und Heimbringen: Nach der Erlegung der Beute beginnt die Katze die Anspannung der Jagd abzubauen, indem sie sich zum Beispiel putzt oder sogar spazieren geht. Anschließend kehrt sie wieder zurück, nimmt die Beute auf und trägt sie umher. Irgendwann sucht sich die Jägerin einen sicheren Ort, um ihre Beute zu verspeisen. Dieser Ort befindet sich meist im eigenen Territorium. Katzen, die nicht auf Grund von Hunger jagen, bringen die Beute zu ihrem Kinderersatz, dem Menschen. Besonders gerne werden die Beutetiere deshalb vor Türen abgelegt.